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Geförderte Projekte 2021

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1) Ich friere in der Sonne“ – Literaturwerkstatt für junge Menschen mit der Jugendschriftstellerin Mirijam Günter
(Projektnr. P-01/2021, Träger: Förderverein der Regionalen Schule „Jawaharlal Nehru“)
Finanzielle Unterstützung durch die Partnerschaft: 2.952,00 Euro

Kurzbeschreibung: Kinder der 5ten Klasse beschäftigen sich in der Literaturwerkstatt mit Texten von bekannten Schriftstellern und werden dazu ermutigt selber Texte zu schreiben, vorzulesen und zu präsentieren. Die erworbenen Fähigkeiten der Reflexion, die eigenen Interessen und Positionen, Gefühle und Erfahrungen in Worte fassen und kommunizieren zu können, fördert die Stärkung des Selbstvertrauens. Im Rahmen des Projektes werden Erfahrungen mit Vorurteilen gegenüber den Teilnehmenden sowie Vorurteile der Teilnehmenden gegenüber anderen Personengruppen thematisiert und aufgearbeitet.
Der Regisseur Frank Amann begleitet die kreative Entwicklung und Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit der Kamera. Das filmische Material wird gemeinsam mit den Teilnehmenden ausgewertet und dient als Vorarbeit zu einem Dokumentarfilm über Mündigkeit.

2) Unterschiedlich sein, ist normal – Antidiskriminierungsprojekt für Kindergartenkinder

(Projektnr. P-02/2021, Träger: Kunsthaus Neustrelitz e.V.)
Finanzielle Unterstützung durch die Partnerschaft: 3.807,00 Euro

Kurzbeschreibung:  Kindergartenkindern sollen sich mit individuellen Unterschieden auseinandersetzen und dazu angeregt werden, diese wertzuschätzen anstatt sie als Diskriminierungsgrund zu betrachten/ zu nutzen, die Einzigartigkeit und Einmaligkeit eines jeden als positiv und stärkend für die Gruppe begreifen und Toleranz anderen gegenüber erhöht werden. Es wird ein Dialog und eine Auseinandersetzung mit körperlicher, kultureller und sozialer Vielfalt angeregt und damit Diskriminierung sowie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit vorgebeugt. An zwölf Projekttagen wird ein Einstieg zum Thema Antidiskriminierung durch das Vorlesen einer Geschichte vorgenommen. Durch die künstlerische Auseinandersetzung, mittels der Frottage-Technik, wird  die Persönlichkeit der Kinder gestärkt. Die entstandenen Arbeiten werden zum Abschluss besprochen und zu einer Mappe gebunden, die in der Kindergartengruppe verbleibt. Zum Projektende werden alle Heftmappen zur Kunstnacht in Neustrelitz als Installation im öffentlichen Raum ausgestellt.

3) Und was machst Du zu Hause?

(Projektnr. P-03/2021, Träger: Kunsthaus Neustrelitz e.V.)
Finanzielle Unterstützung durch die Partnerschaft: 3.048,00 Euro

Kurzbeschreibung: Der bundesweite Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie trifft Menschen aller Altersgruppen gleichermaßen hart. Die Kontaktbeschränkungen führen häufig zur gesellschaftlichen Abgeschnittenheit/ Vereinsamung. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind davon gleichermaßen betroffen. Einige Menschen sind in dieser Zeit (erstmals) künstlerisch aktiv geworden, da die kreative Arbeit inspiriert, entspannt und den Alltag vergessen lässt. Im Rahmen des Projektes soll ein regelmäßiges, wöchentliches Online-Treffen als regionales Kommunikationsangebot etabliert werden, bei dem sich Menschen verschiedener sozio-ökonomischen Gruppen/ Herkünfte über ihre künstlerischen u. gestalterischen Arbeiten austauschen und miteinander in Kontakt treten können. Es soll ein Dialog angestoßen/ gefördert werden, der den Fokus auf die Chancen/ neu eröffneten Möglichkeiten durch den Lockdown legt und neue Kontakte/ Interessengemeinschaften zusammenführt. Die Online-Treffen werden mittels Moderation strukturiert und begleitet, damit das Gespräch in Gang gehalten und eine angenehme Gesprächsatmosphäre geschaffen wird, in die alle Beteiligten unabhängig von ihrer Online-Affinität und -Geübtheit einbezogen werden. Mittels Flyer und Social Media wird auf das Projekt aufmerksam gemacht, durch eine Schritt-für-Schritt Anleitung und einen Telefonservice wird das notwendige Wissen vermittelt, um digital miteinander in Kontakt zu treten.


4) „Zigarettenstummel“ - Kurzfilm

(Projektnr. P-04/2021, Träger: Kunsthaus Neustrelitz e.V.)
Finanzielle Unterstützung durch die Partnerschaft: 8.500,00 Euro

Kurzbeschreibung:  Die Thematisierung der Probleme von Personen mit psychischen Beeinträchtigungen/ Erkrankungen am Beispiel der Borderline-Störung sowie des Themas der häuslichen Gewalt mittels der Produktion eines Kurzfilms in Neustrelitz und anschließender öffentlicher Präsentation und Diskussionsrunde umfasst das Projekt. Soziale Isolation, finanzielle Sorgen und fehlende Hilfsangebote sind Katalysatoren für häusliche Gewalt - diese Faktoren spielen nicht nur im alltäglichen Leben vieler Borderline-Persönlichkeiten eine Rolle, sondern betreffen auch viele weitere Personen und ihre Angehörigen. Der Film „Zigarettenstummel“ soll zur Verbreitung von Wissen über psychologische Erkrankungen und häuslicher Gewalt sowie Informationen über entsprechenden Hilfsangebote für Betroffene und Familienangehörige vor Ort, zu Vernetzung und gesellschaftlicher Teilhabe/ Inklusion von Menschen mit psychischen Erkrankungen beitragen. Es sind verschiedene Veranstaltungen zu dem Thema in Kooperation mit der Kachelofenfabrik und weiteren lokalen Partnern geplant, u.a. die Filmvorstellung mit anschließender Podiumsdiskussion unter Beteiligung der Filmproduzenten. An den Veranstaltungen werden örtliche Vereine, Personen, die beruflich im Themenbereich Inklusion arbeiten, und Jugendlichen in Kooperation mit Schulen eingebunden.


5) Eine Handvoll Spiel“ – Ein Theaterprojekttag mit aktiver Beteiligung
der Zuschauer im Anschluss

(Projektnr. P-05/2021, Träger: Verein zur Förderung der Kriminalprävention e.V)
Finanzielle Unterstützung durch die Partnerschaft: 4.520,00 Euro

Kurzbeschreibung: Erarbeitung und Umsetzung eines Theaterstückes mit Kinder der 5. Schulklassen an der Regonal Schule und Integrativen Gesamtschule Neustrelitz im Themenfeld stehen die Wertschätzung gesellschaftlicher/ individueller Vielfalt, Toleranz und Empathie zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und zur Vorbeugung von Narzissmus in der Klassengemeinschaft. Die Kinder sehen ein Theaterstück über zwei Detektive, die gegenseitig von ihren Stärken profitieren und gemeinsam schwierige Fälle lösen. Die Detektivfälle behandeln verschiedene gesellschaftliche Problemlagen, wie Einsamkeit/ Isolation, Diskriminierung/ Ausgrenzung und Zukunftsträume. Im Anschluss an dem Theaterstück werden die Szenen reflektiert und Sichtweisen ausgetauscht. Dabei werden Lösungsansätze für die geschilderten Problemlagen mit der Methode des Forumtheaters erarbeitet. Die verschiedenen Lösungsansätze werden von den Kindern selber szenisch umgesetzt oder als Zeichnung gestaltet und schriftlich festgehalten. Die Lösungsansätze werden zum Abschluss besprochen und es wird gemeinsam überlegt, wie sie im Klassenverband aufbewahrt, zukünftig genutzt und im Alltag integriert werden sollen.

 

6) Training zu antidiskriminierender Awarenessarbeit für Multiplikator*innen des Immergut Festivals

(Projektnr. P-06/2021, Träger: Immergutrocken e.V.)
Finanzielle Unterstützung durch die Partnerschaft: 4.400,00 Euro

Kurzbeschreibung: Bei einem zweitägigen Training, bestehend aus themenspezifischen Inputs externer Trainer*innen, Reflexionsaufgaben und Gruppenübungen werden insgesamt 30 ehrenamtlich tätige Personen aus dem immergutrocken e.V. u. weiteren interessierten Gruppen in Neustrelitz (Schüler*innen des Gymnasiums Carolinum, ehrenamtlichen. Helfer*innen des DRKs, der Feuerwehr und auf dem Festival tätige Neustrelitzer Gewerke) zum Thema antidiskriminierende Awareness geschult. Ziel ist es, das Awareness-Team des Immergutfestivals im Umgang mit/ mit der Reaktion auf Grenzüberschreitungen/ diskriminierendem Verhalten jeglicher Art während des Festivals zu stärken. Da viele ehrenamtliche Helfer*innen des Festivals aus Neustrelitz stammen, wirkt das Projekt auch in die Zivilgesellschaft vor Ort hinein und hilft langfristig dabei, mehr Personen darin zu schulen, kompetent auf Grenzüberschreitungen im eigenen Umfeld zu reagieren.

 

7) Durchführen eines Zeitzeugeninterviews und daraus Erarbeitung eines Kurzvideos für die neue Dauerausstellung im Lern- und Erinnerungsort Töpferstraße Neustrelitz

(Projektnr. P-07/2021, Träger: Stasi-Haftanstalt Töpferstraße e.V.)
Finanzielle Unterstützung durch die Partnerschaft: 4.616,13 Euro

Kurzbeschreibung: Ab 2022 werden in der neuen Dauerausstellung der Stasi-Haftanstalt Töpferstraße e.V. Schicksale ehemaliger Inhaftierter mittels 10-min. Kurzvideos vorgestellt. Die Videos werden aus mehrstündigen, lebensgeschichtlichen Zeitzeugeninterviews mit ehemaligen politischen Häftlingen und Mitarbeiter*innen des MfS erstellt und dienen für das pädagogisch-didaktische Begleitangebot zur Ausstellung. Im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit den Bedingungen und Hintergründen politischer Haft in Neustrelitz im Rahmen des historischen Lernens, der Transfer ins Heute im Rahmen der politischen Bildung und die kritische Auseinandersetzung mit Zeitzeugenschaft und Erinnerung als Quelle sowie deren Kontextualisierung.
Aufgrund des zunehmenden Alters der Betroffenen wird es immer schwieriger, Zeitzeugen für die 1950er und 1960er Jahre zu finden, die auf Basis ihrer Erinnerung die Haftbedingungen vor dem Mauerbau beleuchten konnte, die sich von denen späteren Jahren deutlich unterscheiden. Zur Präsentation und didaktischen Aufbereitung in der Ausstellung wird das Interview transkribiert, das Filmmaterial aufbereitet und Informationen über den Lebensweg der interviewten Person für einem Touchscreen erstellt. Nach Abschluss des beantragten Interviewprojektes wird im Jahr 2022 die Konzeption eines didaktischen Angebotes mit Aufgabenstellungen für Schüler*innen und Erwachsene in Auftrag gegeben, so dass eine Auseinandersetzung mit dem Ort, der Bedeutung und Einordnung von Erinnerung und Zeitzeugenschaft sowie mit Fragen der politischen Bildung angeregt wird.

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