Ihre Nachricht wurde erfolgreich versandt.
Okay
neustrelitz-erleben.de

Preisträger Augustus Frick

img

Augustus Frick, Klasse 10, Regionale Schule „Am Kirschgarten“ Blankensee

Eine Rede über den größten Trend unserer Zeit

Das Smartphone. Egal ob von Apple, Samsung, Nokia, Sony oder LG. Sie sind alle dasselbe. Eine Ablenkung. Sie lassen uns Spiele, soziale Medien, wie Instagram oder Snapchat und auf unsere Eikes und Follower wichtig erscheinen. Aber brauchen wir all diese Sachen? Brauchst du wirklich das neueste, dünnste, leichteste und größte iPhone?

Liebe Schülerinnen und Schüler,
Ich habe oft den Eindruck, das Smartphone sei der Lebenssinn unsere Generation, denn die grundsätzlichen und nützlichen Funktionen wurden erweitert durch süchtig machende Apps und Upgrades.

Heutzutage leben wir in einer Welt, in welcher diese sinnlosen Apps und Upgrades unser Leben kontrollieren. Wir kommunizieren durch kleine, fortschrittliche oder große, glänzende und glitzernde Bildschirme. Unser Smartphone funktioniert wie ein Magnet. Wie ein hypnotisierender Magnet. Und dieser Magnet attrahiert uns mit dem aktuellen Youtube-Video von PewDiePie oder der neusten Instagram-Story von Selena Gomez, in der sie ihren spielenden Hund im Pool zeigt oder mit einem Meme oder Gif, gesendet von einem Fremden, den wir nicht mal kennen.

Unser Magnet schreit: Bing, du musst deine E-Mails checken und dein Snapchat, Bing, Bing, Bitte ignoriere deine Hausaufgaben und beachte mich! Bing! Sofort!

Und wir lassen uns anziehen, verschieben unsere Aufgaben und wir denken: Ach. Ich checke nur für fünf Minuten mein Instagram und dann werde ich weiter für meine Klausur morgen lernen!
Ha. Ha. Und zwei Stunden später verfällt man in Panik und fragt sich, wohin die Zeit verschwunden ist.
Das Smartphone IST smart. Und vor allem talentiert darin, uns abzulenken.

Während unser Magnet uns Zeit für Hausaufgaben und andere Arbeit stiehlt, nimmt es uns auch unsere Freizeit und Zeit zur Entspannung. Unser Gehirn braucht eine Pause von dem ständigen Stress in der Schule und dem ständigen Starren auf den magnetischen Monitor.

Überdies meint ihr vielleicht, genau wie ich auch dachte, dass es entspannend sei, auf euren Magneten zu schauen. Aber der scheinende Bildschirm hält uns wach, verhindert die Freisetzung von Melatonin, das unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuert und unser Gehirn muss all diese Bilder, Werbungen, Informationen und springenden Bohnen bei Candy Crush verarbeiten.

Es ist eine Sucht. Eine Sucht nach dem Gefühl, erreichbar und in zu sein. Wir können unseren Magneten nicht ausschalten, weil wir nichts verpassen wollen. Meiner Erfahrung nach ist es hilfreich, das Handy auszumachen. Für eine bessere Lebensqualität. Wir sollten uns wieder mehr auf das reale Leben und Konservationen mit Augenkontakt konzentrieren. Wir sollten unsere Umwelt wahrnehmen und durchleben.

Es ist okay, ein paar Whatsapp-Nachrichten zu verpassen. Es ist okay, ein paar Stunden, Tage, Wochen oder Monate offline zu sein. Meiner Meinung nach sollten wir versuchen, auf den Stress, entstanden durch das Smartphone und auf den Drang, online zu sein, zu verzichten.

Ich habe während der Weihnachtszeit versucht, ohne mein Handy auszukommen. Und plötzlich hatte ich Zeit zum Lesen, Brettspiele mit meiner Familie zu spielen und auf meinem Cello zu musizieren. Ich konnte meine Ferien bewusst verleben und genießen.
Nach einer Weile habe ich mein Smartphone einfach vergessen. Es gab keine magnetische Anziehung mehr.
Aber als die Schule wieder anfing, fing auch ich wieder an mein Handy und meinen Computer zu benutzen. Ebenfalls begann ich wieder Spiele zu spielen und Youtube-Videos zu schauen.
Mein Magnet wurde wieder stärker und stärker, weil ich ihm diese Macht gab.

Wir laden Apps herunter und plötzlich können wir nicht aufhören, Gardenscapes zu spielen, auf Snaps zu antworten, durch Instagram zu scrollen und Videos zu schauen. Versteht ihr, dass wir die Kontrolle über unser Leben abgeben? Die Macher dieser Apps, von denen wir nicht dachten, sie zu brauchen, die Anzugträger und Kapitalisten, sie haben uns in der Hand.

Also, versucht euren Magneten auszuschalten und verlasst euer Zimmer und unterhaltet euch, geht spazieren, saugt die Sonne auf und stellt Augenkontakt her. Versucht euren digitalen Konsum auszubalancieren.
Denn desto mehr Macht ihr eurem Magneten gebt, desto schwerer wird es ihn wieder zu besiegen. So sieht meine Erfahrung aus. Werde ich siegen? Oder wird mich der Magnet wieder in seinen Bann reißen?

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.