Neustrelitz setzt sich für Schulträgerkonferenz gemeinsam mit dem Landkreis ein
Pressemitteilung vom 26.03.2021
Ausschuss für Bildung und Soziales diskutierte Erfahrungsberichte aus städtischen Schulen nach einem Jahr Corona
Die aktuelle Situation in den städtischen Schulen war am Dienstag, dem 23.03.2021,Thema im Ausschuss für Bildung und Soziales in Neustrelitz. Die Schulleiterinnen der städtischen Schulen berichteten über ihre Erfahrungen und Probleme während der Corona-Pandemie von März 2020 bis heute. Nachdem die Probleme der Schulen in der Pandemie bereits im Sommer 2020 Thema im Fachausschuss war, ging es jetzt darum, wie Schule nach einem Jahr Corona aus Sicht der Lehrer, Schüler und Schulleitungen funktioniert. Die Erfahrungsberichte zeigten, dass sich vieles eingelaufen hat, aber die Aufgaben durch die weiter anhaltende Situation deutlich größer sind, als man noch vor einem Jahr gedacht hat.
„Ich freue mich, dass die Schulleiterinnen in einem sehr vertrauensvollen Gespräch wichtige Themen angeschnitten haben. Dabei wurde einmal mehr deutlich: Insbesondere die Umsetzung der Schulgesetznovelle ist teilweise durch das Land MV mit den Schulträgern und Kommunen nicht genügend abgestimmt. Die Probleme treten durch die Corona-Pandemie jedoch verstärkt zutage und betreffen auch andere Kommunen. Daher werde ich dem Landkreis jetzt vorgeschlagen, eine Schulträgerkonferenz einzuberufen. Dabei sollte zwischen Schulträgern, den Verantwortlichen für Bildung beim Ministerium und Staatlichen Schulamt sowie den Schulen beraten werden, wo dringender Handlungsbedarf besteht, beispielweise bei der Umsetzung des Digitalpaktes, bei der Förderung von Schulumbaumaßnahmen und bei den Personalstellen. Unser gemeinsames Thema ist doch: Wie soll die Schule der Zukunft aussehen und was muss dafür getan werden. Gute Bildung für alle ist eine der größten Aufgaben“, erklärt Bürgermeister Andreas Grund. Die Idee einer Schulträgerkonferenz wurde während der Sitzung von den Schulleitungen begrüßt. Nach den Vorstellungen der Schulen sollten über die Einrichtung so genannter c-Klassen bessere Möglichkeiten zur Förderung infolge der Corona-Krise benachteiligter Kinder erschlossen werden. Dafür müssten an Schulen personelle und räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden.
Die Stadt Neustrelitz ist Schulträgerin für zwei weiterführende und drei Grundschulen. Für die Digitalisierung an den Schulen wurden Planungen erstellt und Mittel aus dem Digitalpakt des Bundes und Landes beantragt.. Für die Nehru-Schule und für die Grundschule Kiefernheide als größte Grundschule der Stadt sind die Planungen erstellt worden und die Antragstellung wurde auf den Weg gebracht. In der IGS „Walter Karbe“ soll die Umsetzung der beantragten Vorhaben im Bereich Digitalisierung in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Die IGS soll auf die Anforderungen einer „Schule mit spezifischer Kompetenz“ ausgebaut werden. Es sind Investitionen in Höhe von rund 4 Millionen Euro vorgesehen, um zum Beispiel die Anforderungen an Inklusion und Brandschutz zu erfüllen. „Wir wissen, dass für die Schule der Zukunft auch in Neustrelitz ein Rieseninvestitionsprogramm nötig ist. Gerade hier stockt zurzeit die Unterstützung seitens des Landes und wir mussten die schon 2019 beantragten Baumaßnahmen verschieben und auch in Teilmaßnahmen zerlegen“, erläutert Andreas Grund.
Infolge der Pandemie haben sich in den Schulen viele Anforderungen verändert. In ihrem Zuständigkeitsbereich und im Rahmen des Doppelhaushalts ist die Stadt Neustrelitz unter anderem aktuell dabei für alle Schulen neue Netzwerke zu planen, unter anderem für die künftige IP-Telefonie. „Nach den Erfahrungsberichten der Schulleiterinnen über die aktuelle Gesamtsituation an den Schulen werden wir die Anforderungen und auch Vorhaben noch einmal betrachten. Dies wird gegebenenfalls auch zu neuen Planungsansätzen führen", so Bürgermeister Andreas Grund.