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Veranstaltungen der Partnerschaft für Demokratie

Demokratiekonferenz klärt über Reichsbürgerszene auf

Am Pfingstsonntag versammelten sich laut Polizeiangaben über 80 der Reichsbürgerszene angehörende oder ihr nahestehende Personen auf dem Neustrelitzer Marktplatz und hielten dort ein sogenanntes „Picknick“ ab. Die Polizei beobachtete das unangemeldete Treffen mit einem Hubschrauber bis die Veranstaltung schließlich aufgelöst wurde. Da die Reichsbürgerszene die Bundesrepublik Deutschland mit ihren staatlichen Organen gemeinhin nicht anerkennt und auf eine Abschaffung des demokratischen politischen Systems der Bundesrepublik hinwirkt, ist dieses Treffen auf dem Neustrelitzer Marktplatz sehr ernst zu nehmen.

In Absprache mit Bürgermeister Andreas Grund und Kathrin Nepperschmidt, der Leiterin des Regionalzentrums für demokratische Kultur Mecklenburgische Seenplatte, wird die Partnerschaft für Demokratie Neustrelitz nach den Sommerferien eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Hintergrund und zur Struktur der Reichsbürgerszene in der Region Mecklenburg-Strelitz und M-V durchführen. Dazu werden auch Mitglieder verschiedener Staatsorgane angefragt, um über die Reichsbürgerszene aufzuklären. Ein weiteres Ziel der Demokratiekonferenz ist es, über mögliche Reaktionen und Strategien der Stadt, der Stadtvertretung und der Zivilgesellschaft zu sprechen, um präventiv einer Verfestigung der Reichsbürgerszene zu begegnen.

Sie sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung am 11. August von 15.00 bis 19.00 Uhr teilzunehmen. Gerne können Sie sich bereits jetzt über die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie bei Dr. Monique Wölk unter der E-Mail-Adresse Monique.Woelk@cjd.de oder telefonisch unter der Mobilnummer 0151 40639237 zur Veranstaltung anmelden.

#NeustrelitzHatFürAlleEinenPlatz
Diversity-Tag am 18. Mai zeigte Flagge für Vielfalt

Mit bunten Stühlen und einer online-Aktion unter dem Hashtag #NeustrelitzHatFürAlleEinenPlatz haben Neustrelitzer Unternehmen, Vereine und Einrichtungen am 18. Mai auf den Diversity-Tag aufmerksam gemacht und damit Flagge gezeigt, dass auch sie für alle einen Platz haben und die Vielfalt in ihrer Belegschaft, unter ihren Kunden oder unter ihren Mitgliedern als große Stärke verstehen. Die Stühle wurden vom Verein zum Erhalt der Domjüch e.V. zur Verfügung gestellt und vom Kunsthaus e.V. bunt gestaltet. Die Aktion traf auch überregional auf Aufmerksamkeit, so dass NDR 1 Radio M-V und das Nordmagazin darüber berichtet haben.

Dass es heute immer noch wichtig ist, sich zu Vielfalt und Unterschiedlichkeit als wichtigen Werten in der Gesellschaft und Arbeitswelt zu bekennen, hat eine Umfrage verdeutlicht, die 2020 von der Landesregierung für M-V in Auftrag gegeben wurde. Demnach hat jeder Zweite im Land schon einmal verschiedene Formen von Diskriminierung erlebt, jeder Dritte im Land hat Diskriminierung bereits am eigenen Arbeitsplatz erfahren. Dagegen richtet sich die Charta der Vielfalt: Unternehmen, Vereine oder Einrichtungen, die sie unterschreiben, wenden sich ausdrücklich gegen jede Art von Diskriminierung und verpflichten sich zu einem respektvollen Umgang miteinander; und dazu, die Vielfalt und Stärken ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kundinnen und Kunden oder Besucherinnen und Besucher als Chance zu begreifen, zu würdigen und zu fördern.

Die Stadt Neustrelitz gehörte 2013 zu den ersten, die in MV die Charta unterzeichnet haben. In der darauffolgenden Zeit kamen weitere Neustrelitzer Einrichtungen und Unternehmen dazu, darunter die Stadtwerke Neustrelitz, die Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft neuwo, das Kulturzentrum Alte Kachelofenfabrik, das Hotel Schlossgarten, das ISBW, die AWO Vielfalt MSE gGmbH, das Kunsthaus Neustrelitz, das Landeszentrum für erneuerbare Energien M-V, die Sparkasse Mecklenburg-Strelitz und das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz.

Wenn Sie mit Ihrem Betrieb oder Ihrer Einrichtung ebenfalls die Charta der Vielfalt unterschreiben möchten oder weitere Informationen erhalten wollen, sprechen Sie bitte Claudia Domröse im Leea M-V unter der Telefon-Nr. 03981 4490-104 oder per E-Mail unter info@leea-mv.de an.  


Internationale Wochen gegen Rassismus
Online-Veranstaltungen in Neustrelitz im März

Die internationalen Wochen gegen Rassismus werden in Mecklenburg-Vorpommern durch ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Akteure, die Landeszentrale für politische Bildung und den Landesintegrationsbeauftragten von M-V getragen. Auch das Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt und die Partnerschaft für Demokratie Neustrelitz beteiligen sich in diesem Jahr daran. Mit den Veranstaltungen wollen zivilgesellschaftlich engagierte Personen und Einrichtungen vor Ort auf die Gefahr aufmerksam machen, die von rassistischen Vorurteilen und rassistisch motivierten Angriffen auf andere Menschen für das demokratische und friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft ausgehen. Zugleich sollen der Dialog zum Thema Antirassismus gestärkt und der Wert einer vielfältigen Stadtgesellschaft hervorgehoben werden.

zum Plakat Programm in Neustrelitz

Am Dienstag, 23.03.2021, lädt die Jugendkunstschule zu einem online-Workshop für Kinder und Familien zum Thema „Die Welt ist bunt“ ein.

Am Mittwoch, 24.03.2021, gibt es einen online-Kurzfilmabend mit (Trick-)Filmen der Medienwerkstatt Neustrelitz zum Thema Antirassismus. Hier besteht die Möglichkeit, sich im Rahmen von Filmgesprächen über die angesprochenen Themen auszutauschen.

Am Donnerstag, 25.03.2021, gibt es eine online-Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Warum Jungs heute nicht mehr Adolf“ heißen mit der ehemaligen Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück, Prof. Dr. Sigrid Jacobeit. Im Rahmen der Veranstaltung wird das gleichnamige Kinderbuch der Professorin vorgestellt, das sie, angeregt durch ein Projekt mit Kindern in Neustrelitz, gemeinsam mit der Geschichtslehrerin Nicole Hördler verfasst hat.  Ausgehend von den Fragen des deutschen Jungen Luca, der viele Freunde aus anderen Ländern hat, der aber auch von Menschen hört, denen Fremde nicht gefallen und die Hitler wieder haben wollen, beleuchtet das Buch die zwölf Jahre der Hitler-Zeit in Deutschland und klärt altersgerecht über Fragen auf, die Kinder über die Zeit der Nazi-Diktatur stellen. Zugleich wird ein Bezug zur heutigen Zeit und zu den aktuellen Fragen rund um das Thema Rassismus hergestellt. Die online-Veranstaltung richtet sich an alle, die das Thema Antirassismus in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aufgreifen möchten, an interessierte Eltern und natürlich an die Öffentlichkeit.

Wenn Sie Interesse haben, an einer der Veranstaltungen teilzunehmen, melden Sie sich bitte bei der Koordinatorin der Partnerschaft für Demokratie Neustrelitz, Dr. Monique Wölk.