Jules Vernes Abenteuerroman „Von der Erde zum Mond“ – als früher Vorläufer der Science-fiction – löste in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in europäischen Metropolen eine rege Produktion von Mondrevuen aus. Diese hatten großen Zulauf aus allen Bevölkerungsschichten, angefeuert von der Technikgläubigkeit dieses Zeitalters, die Folge eines rasanten Fortschritts, der die bisherigen Begrenzungen der menschlichen Existenz unaufhaltsam zu überwinden schien.
In Paul Linckes Erfolgsstück findet sich der Mechaniker Fritz mit einigen Bekannten überraschend auf dem Mond wieder, dessen Herrin (jene Luna) dort mit anderen des Planetenkollektivs (Venus, Mars) freizügig Feste feiert – und sich Liebespaare ver- und entwirren, bis ein Happy End den nun verlobten Protagonisten wieder zurück auf die Erde führt. Der Mond fungiert als supranationale Utopie fernab bürgerlicher Sittenstrenge, die Reise ist Roadmovie und Bildungsroman zugleich, auf der man feststellt: des Lebens Herausforderungen ändern sich nicht hie und da.
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