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Gedenken an Pogromnacht in Strelitz


Am 9. November erinnerten rund 50 Menschen an die Zerstörung der jüdischen Synagoge in Strelitz-Alt vor 68 Jahren durch die Nationalsozialisten. Wie überall in Deutschland brannte in der Pogromnacht des Jahres 1938 auch hier das jüdische Gotteshaus. Die Feuerwehr weigerte sich, das brennende Gebäude zu löschen und sorgte nur dafür, dass der Brand nicht auf die Umgebung übergriff. Die 1763 eingeweihte Synagoge in Strelitz war die älteste in Mecklenburg. Strelitz war die größte jüdische Gemeinde im Land. Zeitweilig war ein knappes Viertel der Einwohner jüdischen Glaubens. 1938 war die Gemeinde allerdings beinahe erloschen, die große Mehrheit der Juden war nach der bürgerlichen Gleichstellung im 19. Jahrhundert abgewandert. Die Stadt Neustrelitz hat vor zwei Jahren den Gedenkstein für die zerstörte Synagoge umsetzen lassen und das Areal am Alexanderplatz neu gestaltet.
An dieser Stelle, unweit des Standortes der alten Synagoge, gestalteten die Evangelische Kirchgemeinde Altstrelitz und Schüler des Gymnasiums Carolinum mit Texten und Musik die berührende Gedenkfeier. Pastor Klaus Kuske erinnerte an die über sechs Millionen Juden, die von den Nazis ermordet worden waren, und sprach das jüdische Totengebet. Gemeinsam beteten die Versammelten für die Opfer und um Versöhnung der Völker.


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