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Bauarbeiten an der Schlosskirche beginnen


Die Schlosskirche ist eingerüstet. Während die Besucher durch das geschützte große Hauptportal die Ausstellung „Kraftvoll und elegant - Das Tier in der Plastik des 20. Jahrhunderts“ betreten, herrscht hinter dem Bauzaun rege Bautätigkeit. Mit Kernbohrungen in das Mauerwerk haben ersten Arbeiten zur Sanierung der Turmdächer haben begonnen.




Nach der Restaurierung der Kirche durch das Land Mecklenburg-Vorpommern in den 1990-er Jahren, die zum Ziel hatte, den Originalzustand wieder herzustellen, zeigen sich an Mauerwerk und Dächern der Türme erhebliche Schäden durch Frost und Versalzung (STRELITZER ECHO berichtete). Zu hohe Wasseraufnahme, nicht aufeinander abgestimmte Materialien, mangelhafte Verfugungsarbeiten, eine Hydrophobierung der Helmflächen und eine unzureichende Wasserableitung und Abdeckung von Mauern und Dächern gehören zu einem ganzen Bündel von Mängeln, die gutachterlich festgestellt wurden. Derartige Schäden gab es an der 1855-59 erbauten Kirche bereits kurz nach ihrer Fertigstellung, was zeitweise zu Änderungen der ursprünglichen Eindeckung geführt hatte.




Die Stadt Neustrelitz, die seit 2003 im Besitz der Kirche ist, konnte jetzt die Sanierung des bedeutenden Buttel-Bauwerkes beauftragen. Mit der Arbeitsgemeinschaft Mikolajczyk–Kessler-Kirsten-Ohse aus Schwerin wurden Architekten und Ingenieure gefunden, die über einschlägige Erfahrungen mit Bauwerken dieser Art haben. Die vorgeschlagenen Maßnahmen waren im Februar im Ausschuss für Bau und Stadtentwicklung vorgestellt worden. Die denkmalrechtliche Genehmigung liegt vor.




Eine der wichtigsten Aufgaben ist die Trocknung des Mauerwerkes. Dazu dienen die zurzeit laufenden Kernbohrungen. Dabei werden zur natürlichen Austrocknung Bohrlochkreuze gesetzt.

Außerdem soll verhindert werden, dass es erneut zu Schädigungen der massiven kleinen und großen Türme kommt. Deshalb werden die großen Türme am Hauptportal und die anderen kleinen Türmen mit hellem Zink verblecht und die Schmuckelemente - Krabben und Kreuzblumen – aufgesetzt. Die Gestaltung soll die helle und homogene Wirkung unterstützen, die Baumeister Friedrich Wilhelm Buttel einst beabsichtigt hatte.


Auch die Helmansätze werden verblecht und mit Wasserspeiern versehen. Für eine Hinterlüftung soll gesorgt werden. Ein Teil der Türme und des Giebelmauerwerkes muss neu aufgemauert werden.




Wann die Bauarbeiten abgeschlossen werden können, hängt vom Wetter und der Materialbereitstellung ab. Die benötigten Formsteine müssen eigens für diese Kirche gebrannt werden. Wenn der komplizierte Brand auf Anhieb gelingt und das Wetter die Maurerarbeiten erlaubt, könnte die Kirche schon Ende des Jahres fertig sein. Verzögerungen eingerechnet, ist das Ende der Bauzeit aber zunächst auf Mitte 2007 fixiert worden.


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