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Stadt benötigt dauerhafte Lösung für Klärschlammentsorgung


Die Stadt Neustrelitz benötigt, wie alle Kommunen, ein neues Konzept zur Klärschlammbeseitigung. Klärschlamm ist ein unvermeidliches Abfallprodukt der Abwassereinigung. Das bisher übliche Ausbringen auf landwirtschaftlichen Flächen wird aus ökologischen Gründen, insbesondere des Wasser- und Bodenschutzes,  gesetzlich beschränkt. Nach dem Auslaufen gesetzlicher Übergangsfristen wird dies kaum noch möglich sein. Der Stadt liegt für die Entsorgung der hier jährlich anfallenden 2000 Tonnen Originalsubstanz nur noch ein Angebot bis 2020 vor.

Eine langfristige Alternative ist die Verbrennung von Klärschlamm  in geeigneten Anlagen. Dafür hat die Stadt mehrere Möglichkeiten untersucht.

Eine davon ist die Beteiligung der Stadt an der Klärschlamm-Mecklenburg-Vorpommern GmbH (KKMV). Die KKMV ist ein Zusammenschluss von Kommunen und Körperschaften, die in Rostock eine Klärschlammverbrennungsanlage nach modernstem Stand der Technik errichten und diese für die Gesellschafter kostengünstig auf Basis des Solidarprinzips betreiben möchten.  Bei der Verbrennung entstehender Strom und Wärme sollen verkauft werden, die Verkaufserlöse sind in die Kalkulation eingerechnet.  

Die Stadt hat neben dieser sehr wohl andere Varianten geprüft.
Anfragen an zurzeit bestehende Verbrennungsanlagen-Betreiber blieben unbeantwortet. 
Die Möglichkeit, eine Mono-Verbrennungsanlage nach dem Vorbild des Zweckverbandes Rügen aufzubauen, wurde ebenfalls geprüft. Um eine solche Anlage wirtschaftlich betreiben zu können, ist die in Neustrelitz anfallende Klärschlammmenge zu gering. Weiteren Klärschlamm von außerhalb anzufahren, ist nach Auffassung der Verwaltung nicht zielführend.
Im Ergebnis einer Diskussion in der Oktober-Sitzung des Hauptausschusses wird zurzeit als zusätzliche Variante geprüft, ob und wie die Mitverbrennung  von zu Pellets verarbeitetem Klärschlamm im Biomasse-Heizkraftwerk in Kiefernheide möglich sein könnte. Bisher bestehen dafür die Voraussetzungen nicht, da der Betrieb dieses Heizkraftwerkes  ausschließlich für naturbelassenes Holz genehmigt ist. Grundlage ist die Regelung zur Vergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die noch bis 2026 gilt.
Die Stadt hat ein Fachplanungsbüro beauftragt, zu bewerten, welcher Aufwand für die Herstellung von Pellets entstehen würde, an welchem Standort in der Stadt eine solche Herstellungsanlage  zur Pelletierung der jährlich rund 2000 Tonnen Klärschlamm angesiedelt werden könnte und welcher Aufwand für anstehende technische Veränderungen im Biomasse-Heizkraftwerk - zum Beispiel Filter für Schadstoffe - erforderlich wären, wenn Klärschlamm-Pellets  anteilig mitverbrannt werden würden.

Aufwand und Kosten der geprüften Varianten werden anschließend bewertet. Das soll möglichst noch in diesem Jahr erfolgen. Bis dahin wurde die Beschlussvorlage zur Beteiligung der Stadt Neustrelitz an der Klärschlamm-Kooperation Mecklenburg-Vorpommern (KKMV) zurück gestellt.


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