Neustrelitz leben!

Informationen zur Schlossgartensanierung


Im Schlossgarten Neustrelitz tut sich allerhand. Während beim neu erstrahlten Hebetempel Ende August die letzten Bauzäume fallen sollen, hat sich weiterer Gartenschmuck gerade für ein Weilchen verabschiedet: Seit Juni werden die Drake-Vase, zwei andere Prunkvasen, die Victoria von Leuthen, die Niobe und der Betende Knabe restauriert. Damit geht die Schlossgartensanierung in eine nächste Phase. Zwischen 2011 und 2015 sollen 6,88 Millionen Euro in die Restaurierung der historischen Gartenanlage sowie ihre bauliche und künstlerische Ausstattung investiert werden. Bauherr ist das Land Mecklenburg-Vorpommern als Eigentümer. Die Finanzierung ist durch EU-Fördermittel gesichert.
Nachdem vor zwei Jahren die Entwurfsplanung in Neustrelitz öffentlich vorgestellt worden war, hat der Mitarbeiter im Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) des Landes Ulrich Kache auf der Stadtvertretersitzung im Juni die nun vorbereiteten Bauabschnitte beschrieben. Nach der Auftragsvergabe sollen voraussichtlich Anfang Oktober die Arbeiten in den beiden Seitenbereichen - entlang der Promenade und gegenüber liegend - beginnen und bis Juni 2012 beendet werden. Hier wird es zu umfangreichen Fällungen und Schnittarbeiten kommen. In weiteren Teilabschnitten werden der Orangeriegarten, die Schlossterrassen, der Weinberg und der englische Gartenteil folgen.

Stadtvertreter: "Barocke Mittelachse und Festspiele wichtig"

In einem zweiten Bauabschnitt befassen sich die Landschaftsgärtner mit der barocken Mittelachse. Nachdem es einige Zeit so aussah, als sollten dort die Baumreihen stehen bleiben, favorisieren die Fachleute nun doch eine komplette Erneuerung, wie Kache ausführte. Die in den 1980er Jahren gepflanzte Allee habe sich durch schlechte Standortvoraussetzungen nicht wie gewünscht entwickelt und wird es nach Gutachter-Einschätzung auch künftig nicht tun. Wie Kache in diesem Zusammenhang weiter informierte, sei das Geld  für die Mittelachse zurzeit durch das Land  gesperrt worden. Auf Nachfrage des Stadtvertreters Bernd Werdermann sagte der BBL-Mitarbeiter, dass das Ministerium der Meinung sei, eine Nachhaltigkeit der Sanierung sei durch die Festspiele im Schlossgarten nicht gewährleistet. Man wolle die Maßnahme zwei Jahre zurück stellen und die Nutzung beobachten. Stadtvertreter äußerten ihr Unverständnis und erinnerten daran, dass seit 2010 im Einvernehmen mit drei Ministerien eine unbefristete Genehmigung für die Festspiele vorliege. "Man sollte deshalb die Sanierungsziele so abstimmen, dass beides geht und die Festspiele stattfinden können. Das gibt es anderswo auch" so Werdermann.

Die Restaurierung baulicher Anlagen im Schlossgarten soll im Wesentlichen bis 2013 erfolgen, darunter die Götterallee bis September 2012, das Hirschtor bis Oktober 2012 und die Brunnen bis Juni 2013. Auch drei an der Schlossauffahrt fehlende Zinkgussfiguren werden im Zuge der Gartensanierung ersetzt. Für die Figuren, Mauern, Säulen, Brunnen, Hirschtor und Hebetempel stehen 1,8 Millionen Euro bereit, erläuterte Kache. Während der Sanierungszeit soll die Öffentlichkeit über alle anstehenden Arbeiten frühzeitig unterrichtet werden, sagte er zu.


Interessantes für Sie:

Strelitzer Echo

Amtliches Bekanntmachungsblatt und Bürgerinformation

Ihr Kontakt zu uns:

Pressestelle der Stadt Neustrelitz

Markt 1
17235 Neustrelitz

Telefon: 03981 253-110
Fax: 03981 253-253
E-Mail: presse@neustrelitz.de

Ihre Ansprechpartner:

Petra Ludewig

Pressereferentin
Telefon: 03981 253-110
E-Mail: presse@neustrelitz.de
 zurück   nach oben