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Konzept und Vorentwurf für die Alte Post als KulturHistorisches Zentrum Mecklenburg-Strelitz vorgestellt


Der Abschlussbericht des Projektentwicklers und die Präsentation der Vorplanung für das Vorhaben "Alte Post - KulturHistorisches Zentrum Mecklenburg-Strelitz" waren am 15. Dezember Gegenstand einer gemeinsamen Beratung der Ausschüsse für Stadtentwicklung und Bau sowie Kultur und Tourismus.

Die bislang als "Solisten" agierenden städtischen Einrichtungen Museum, Karbe-Wagner-Archiv und Stadtbibliothek werden künftig als "Orchester" in der Alten Post auftreten, ergänzt von den Buchbeständen der Stiftung Mecklenburg, dem Theaterarchiv und dem Theaterservice, erläuterte Projektentwickler Wolfgang Meisinger.

Das soll dem Besucher schon beim Betreten des künftigen Zentrums bewusst werden. Alle Funktionen werden sich bereits im Erdgeschoss widerspiegeln. So sollen dort zum Beispiel ein Schauarchiv, Ausstellungsräume, der Lesesaal und die Ausleihe zu finden sein. Auch ein Veranstaltungsbereich mit einem 100 m2  großen Mehrzwecksaal und Café entsteht. Dazu wird ein L-Förmiger Bau aus Holz und Glas angebaut und mit der Post durch ein Treppenhaus verbunden. In diesem Verbindungsbereich wird auch der Fahrstuhl seinen Platz finden. Über einen Wandelgang zum Hof hin können die Ausstellungssäle des Museums erreicht werden. Der Hof wird terrassenförmig in den Garten übergehen und ebenfalls als Veranstaltungsort nutzbar gemacht. Das Hauptgebäude der Alten Post soll mit Respekt gegenüber der alten Architektur saniert werden. So werden die Eingänge beibehalten. Der Besuchereingang soll sich rechts befinden. Lediglich ein zusätzliches Fenster wird am Giebel die Fassade verändern. Im Inneren bleiben die Grundrisse prinzipiell erhalten. Sehr anschaulich wurden konzeptionelle Absichten und architektonische Anforderungen bei einem virtuellen Rundgang durch das Haus dargestellt, auf den die Architekten Bruno Vennes und Sibylle Streck vom Berliner Büro Busmann und Haberer die Sitzungsteilnehmer mitnahmen.
Inhaltlich wird die Residenzstadt und ihre Entwicklung im musealen Ausstellungsbereich in acht Themen betrachtet. Die Zahl acht bildet dabei auch eine Parallele zu der vom Markt abgehenden Zahl der Straßen. "Die Slawen spannen den Bogen" bis zur "Weltklasse in Altstrelitz", die dieser Ort dank des Technikums erlebte. Auch die Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen, die neue Stadtgründung und ihre Entwicklung bis in die Gegenwart, Architektur, die Hofkultur, die Rolle der Demokraten und das gesammelte historische Erbe sollen erlebbar werden.
Daran, dass das KulturHistorische Zentrum mit Leben erfüllt werden kann, ließ Meisinger keinen Zweifel. Im zurück liegenden Jahr habe er bei der Konzepterstellung bei zahlreichen Partnern in der Stadt und in der Umgebung Ideenreichtum und große Bereitschaft zur Zusammenarbeit festgestellt. In Neustrelitz werde eine Plattform für Kultur und Bildung benötigt. Es sei daher eine Grundidee der Einrichtung, alle ins Boot zu holen, die mit der Kultur und Bildungsstadt Neustrelitz zu tun haben oder mit ihr kooperieren können. Großes Interesse bestehe dafür seitens der Schulen und vieler Vereine.

"Mit unserem Konzept und dem jetzigen Vorentwurf stellen wir keine `Luftpost` vor, sondern eine zeitgemäße gemeinsame Einrichtung. Sie ist auch ein Ergebnis eines harten Ringens um Kosten-Nutzen-Effizienz, das dem Anspruch, kulturelles Zentrum der Region zu werden, gerecht wird" sagte der Amtsleiter für Wirtschaft und Kultur Frank Fechner.

Die aus dem jetzigen Planungsstand resultierenden Kosten für die Bauinvestition sind mit 3,6 Millionen Euro veranschlagt.
Bürgermeister Andreas Grund hob hervor, das damit alle Funktionen optimiert untergebracht werden können. "Es ist eine ideale Entsprechung zwischen Vision und betriebswirtschaftlicher Machbarkeit für das Vorhaben gefunden worden" sagte er.

Das Projekt erfuhr in der vorgestellten Form bei allen anwesenden Stadtvertretern  positive Resonanz. "Das ist ein schönes Ziel. Ohne Visionen würden wir im Stillstand verharren" erklärte der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau Ernst August von der Wense (CDU). "Die Alte Post kann ein Aushängeschild für Neustrelitrz werden" äußerte sich auch die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Tourismus Waltraud Bauer (Die Linke) zustimmend.

Noch nicht entschieden ist über die künftige Betriebsform, für die zurzeit vier Varianten diskutiert werden. Die Gesamtleitung des Hauses soll nach Auskunft von Bürgermeister Andreas Grund im Januar 2010 ausgeschrieben werden.


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