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Theater jetzt mit eigenem Konzept für die Schlossgartenfestspiele


Kompromiss mit der Denkmalpflege zur Mittelachse angestrebt

Die Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz möchte die Schlossgartenfestspiele ab 2011 in eigener Verantwortung und mit einem veränderten Konzept veranstalten. Zurzeit läuft dafür das Bauantragsverfahren. Der Bauantrag wurde bereits im Juli beim Landkreis Mecklenburg-Strelitz gestellt. Darüber informierte Theater-Geschäftsführer Dirk Rautmann im September den Ausschuss für Kultur und Tourismus der Stadtvertretung.
Das Theater möchte die Sommerbespielung in der Mittelachse auf eine Operetteninszenierung konzentrieren. In einem Zeitraum von vier Wochen (bisheriger Veranstalter 13) sind demnach am angestammten Ort 12 bis 15 Veranstaltungen für 1000 bis 1100 Zuschauer (bisher 2000) vorgesehen. Proben sollen nicht mehr auf der Festspielbühne stattfinden. Für die Gastronomie möchte das Theater mit der Orangerie zusammenarbeiten. Außerdem sollen die Sperrungen des Schlossgartens auf die Festspiel-Wochentage reduziert werden. Für die Schauspielinszenierungen sollen wie schon in diesem und dem nächsten Jahr temporäre Lösungen für rund 500 Plätze auf dem Schlossberg gefunden werden.
Mit der Verkürzung der Festspiele sowie der Reduzierung der Zuschauerzahl und Infrastruktur in der Mittelachse möchte das Theater von der Landesdenkmalpflege beklagten Beeinträchtigungen des Schlossgartens durch den bisherigen Festspielbetrieb entgegenwirken. Aus Sicht des  Denkmalschutzes wurden in den vergangenen Jahren unter anderem Sichtachsen verbaut und der Schlossgarten zu stark abgeschirmt. "Es muss möglich sein, die Schlossgartenfestspiele kompatibel mit den Belangen des Denkmalschutzes im Schlossgarten durchzuführen" sagte Rautmann. Eine Alternative auf dem Schlossberg für die Sommerbespielung habe sich nach anderthalbjähriger Diskussion als nicht realistisch erwiesen, da allein die Kosten für den Bau einer neuen Spielstätte auf dem Schlossberg 4,1 Millionen Euro betragen würden. Dies sei nicht zu leisten. Die Stadt hatte die Studie zu Alternativstandorten auch finanziell unterstützt.
Das Vorhaben, das Rautmann als "Systemwechsel" gegenüber der bisherigen Situation bezeichnete, wird vom Aufsichtsrat der Theater- und Orchester GmbH mitgetragen.
Auch die Stadt und der Ausschuss für Kultur und Tourismus äußerten sich zustimmend. Es sei nach wie vor erklärtes Ziel die Festspiele in Neustrelitz dauerhaft zu sichern, hieß es übereinstimmend.
Bürgermeister Andreas Grund bekräftigte, dass die Stadt an der Sanierung des Schlossgartens und einer dauerhaften Festspielgenehmigung interessiert ist. "Wir werben dringend um regionale Unterstützung für diesen schwierigen Kompromiss" sagte er. Im Moment stehe das Landesamt für Denkmalpflege dem Bauantrag des Theaters nicht positiv gegenüber. Weitere Gespräche sollen schnellstmöglich geführt werden.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern als Eigentümer des Schlossgartens hat die Durchführung von Festspielen in der Mittelachse bis 2010 befristet. Ein Antrag des Schlossgartenfestspielvereins als bisherigem Veranstalter zur weiteren Nutzung wurde 2009 abgelehnt. Der Festspielverein hat zwischenzeitlich für 2011 seinen Rückzug aus Neustrelitz angekündigt.


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