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Was mancher so im Schilde führt Im Stadtmuseum ist Heraldik gar nicht verstaubt


Bis zum 31. März ist im Stadtmuseum eine Ausstellung zur Wappengeschichte zu sehen. Sie ist auch eine kleine Hommage an Carl Teske.
Etliche Ausstellungsstücke verweisen auf den vor 150 Jahren in Neubrandenburg geborenen Wappenexperten, der zuerst in Neustrelitz, dann in Schwerin in großherzoglichem Dienst stand. Sein 1885 entstandenes Buch „Die Wappen des großherzoglichen Hauses Mecklenburg in der geschichtlichen Entwicklung“ gilt als Standardwerk der Heraldik. Es hatte nach der Wende großen Einfluss auf die Wiederentdeckung der Wappen im Land. In einer Ausstellungsvitirine liegen gleich zwei aufgeschlagene Exemplare, um mehr zeichnerische Beispiele zeigen zu können. Eines der wertvollen Bücher stammt aus den Beständen des Karbe-Wagner-Archives, das andere stellte die Regionalbibliothek Neubrandenburg als Leihgabe zur Verfügung. Teske, der ab 1880 zehn Jahre in Neustrelitz als Schreiber arbeitete und später in Schwerin Hofkanzlist war, begann sich außerhalb seiner Dienstzeit mit Wappen zu befassen. Zu Lebzeiten erfuhr er nie die verdiente Anerkennung für seine Passion und seine besonderen Leistungen in der Wappenkunde. „Er war mit vielen bedeutsamen Menschen seiner Zeit in Kontakt und blieb doch ein Schreiber. Aber Menschen wie er werden gebraucht, damit Wappen gedeutet werden können“, so Kurator Marco Zabel.


Die Ausstellung im Stadtmuseum lenkt die Aufmerksamkeit insbesondere auf Wappen der Region. Am Beispiel der Städte in Mecklenburg-Strelitz werden den hoheitlichen Wappen außerdem die heute in der Stadtwerbung vielfach verwendeten Logos an die Seite gestellt, die gleichwohl unterschiedliche Funktionen erfüllen.

Exponate der Ausstellung stammen aus Neustrelitz, Neubrandenburg, Schwerin und Peckatel. Aber nicht nur Städte und Länder „führen etwas im Schilde“. Die Ausstellung zeigt auch einige Familienwappen. Aus der Peckateler Kirche stammt ein Patronatsgestühl, in das das Wappen der Familien von Oertzen eingearbeitet ist. Auch in Neustrelitz kann man an manchen Häusern noch Wappen finden, wenn man aufmerksamen Auges durch die Straßen geht. „Heraldik ist nichts Verstaubtes“ ist Marco Zabel überzeugt. Und wie kam eigentlich der Stier in das Mecklenburg-Wappen? Das Volkslied „Von Herrn Pastorn sin Kau“ gibt uns da Auskunft…

Das Stadtmuseum bietet für Schulklassen Führungen durch die Ausstellung an. Termine können unter Tel. 03981/205874 abgesprochen oder per e-Mail museum@neustrelitz.de angemeldet werden.








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