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Neustrelitz ehrt Emil Kraepelin - Gedenktafel am Wohnhaus der Familie enthüllt


„Der heutige Tag kann nur der Beginn einer intensiveren Beschäftigung mit dem großen Sohn unserer Stadt und bedeutenden Psychiater sein und soll dazu beitragen, sein Leben und Werk dem breiten Publikum zugänglich zu machen“, sagte Bürgermeister Andreas Grund anlässlich der Ehrung für Emil Kraepelin am 15. Februar im Rathaus.


Zum 150. Geburtstag des in Neustrelitz geborenen Mediziners und Wissenschaftlers erinnerte die Stadt Neustrelitz mit einer Würdigung und einer Gedenktafel an dessen Leistungen.


Dr. Rainer Gold, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Neubrandenburg, hob die Bedeutung Krapelins für die moderne wissenschaftliche Psychiatrie des 20. Jahrhunderts hervor. Kraepelin werde weltweit zu den 100 einflussreichsten Wissenschaftlern gezählt, so Gold. Er habe Großes für die klinische Forschung und Grundlagenforschung geleistet und das damals bedeutendste Lehrbuch der Psychiatrie verfasst. Bis heute sei in der Fachwelt unter anderem seine Klassifikation psychischer Störungen und seine Krankheitssystematik prägend. Kraepelin förderte und begründete neue Teildisziplinen der Psychiatrie und arbeitete unter anderem mit bedeutenden Medizinern, wie Alois Alzheimer, zusammen. 1917 gründete er das erste deutsche Forschungsinstitut für Psychiatrie, das heutige Max-Planck-Institut für Psychiatrie, in München.

Seiner Heimatstadt Neustrelitz blieb Kraepelin stets verbunden. Als Sohn des Neustrelitzer Schauspielers und Reuter-Rezitators Karl Kraepelin pflegte der Mecklenburger auch im fernen Bayern die plattdeutsche Sprache, etwa mit Rezitationen von Reuter-Werken im Kreise der Familie.


Mit großem Interesse nahmen Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt und der Umgebung an Enthüllung der Gedenktafel am Gebäude Glambecker Straße 14 teil. Bis zum 7. Oktober, dem 80. Todestag Kraepelins, ehrt die Stadt ihn außerdem mit einem Sonderpoststempel. Auf Initiative von Dr. Rainer Gold wird am 2. September mit dem Emil-Kraepelin-Tag ein seit 1998 jährlich veranstaltetes wissenschaftliches Kolloquium erstmals in Neustrelitz stattfinden. Es soll in der Orangerie ausgerichtet werden.


Über Emil Kraepelin kann man sich auch im Internet informieren. Auf einer Homepage des Bildungsträgers BMD Neustrelitz haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Projekt gemeinnütziger Arbeitsgelegenheiten Angaben über Persönlichkeiten der Stadt und der Region zusammengetragen.


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