Neustrelitz erleben!

Neustrelitz und die Strelitzie

Eine königliche Verbindung

Die Residenzstadt Neustrelitz besitzt mit der aus dem südlichen Afrika stammenden Blume Strelitzia reginae ein wahrhaft königliches Symbol.

Im Zeitalter der Entdeckungen schickte Joseph Banks, Naturwissenschaftler und Direktor der Königlichen Gärten in Kew, so genannte Pflanzenjäger aus, die in damals noch weitgehend unerforschten Gegenden der Welt Pflanzen sammeln sollten. Der erste war der Schotte Francis Masson, der 1772 das südliche Afrika bereiste. Per Schiff schickte Masson zusammen mit anderen Gewächsen auch eine bis dahin in Europa unbekannte farbenprächtige Kostbarkeit nach London, die sein Auftraggeber 1773 als Strelitzia reginae - Strelitzie der Königin - benannte.

Joseph Banks drückte mit dieser an ihre Heimat Mecklenburg-Strelitz angelehnten Namensgebung seinen Respekt für die botanisch sehr interessierte und kundige Queen Charlotte aus.

1818 machte die Königin ihrer Familie in Mecklenburg-Strelitz eine Strelitzienstaude zum Geschenk. Zunächst wurde die Staude in Hohenzieritz, später in Neustrelitz in der fürstlichen Orangerie am Schlossgarten gehalten. Dort gelangte sie 1822 zum ersten Mal in Deutschland zur Blüte.

Seit 1995 ist die Strelitzie die Stadtblume von Neustrelitz.
Im Jahr 2008 schuf der Künstler René Winter mit Unterstützung eines Bürgervereins eine Edelstahlskulptur der Strelitzie, die als Wahrzeichen unweit des Schlossgartens aufgestellt wurde.

Neustrelitz und das Empire

Königin Charlotte von Großbritannien war 1744 als Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz in Mirow geboren worden.
Klug und couragiert hatte sie als 16-Jährige mit einem Brief an Friedrich den Großen einiges Aufsehen erregt. Darin schilderte sie das Elend, das der Siebenjährige Krieg über ihr Vaterland gebracht hat und bat um Hilfe für die verzweifelten Menschen. Dieser Brief erweckte das Interesse des jungen englischen Königs Georg III., der schon bald vom Charakter wie von der Schönheit der Verfasserin so begeistert war, dass er Brautwerber nach Mecklenburg-Strelitz schickte.
Im September 1761 heirateten Georg und Sophie Charlotte. Noch im selben Monat wurde die 17 Jahre alte Prinzessin zur Königin Charlotte von Großbritannien gekrönt.
Sie gebar 15 Kinder und stand 57 Jahre lang an der Seite ihres Gemahls an der Spitze des britischen Empires. Im November 1818 starb Queen Charlotte, im Januar 1820 Georg III., beide hoch betagt.

Königin Charlotte unterhielt stets enge Beziehungen zu ihrer Heimat Mecklenburg-Strelitz.
Einer ihrer Brüder, Adolph Friedrich IV., war hier von 1753 bis 1794 regierender Herzog und ging als „Dörchläuchtig“ in Fritz Reuters gleichnamigem Roman, der die Zustände zu Zeiten der Leibeigenschaft in Mecklenburg thematisiert, in die Literatur ein.
Nach dem Tod Adolph Friedrichs IV. wurde Bruder Carl, Vater der späteren preußischen Königin Luise, Herzog von Mecklenburg-Strelitz. Er hatte zuvor als Gouverneur von Hannover in englischen Diensten gestanden.
Charlotte unterstützte 1770 den Wiederaufbau der abgebrannten Kirche in Stargard.
Auf ihre Initiative hin kam der englische Gartengestalter Thompson ins Strelitzer Land. Er gestaltete den Schlosspark Hohenzieritz und machte sich auch um Landwirtschaft im Herzogtum verdient.

 

 




 

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