Aus der Geschichte von Strelitz und Neustrelitz

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bis 1800

  • 995 Erste urkundliche Erwähnung Mecklenburgs (Burg: Michelenburg bei Wismar)
  • 1278 Strelitz wird als Dorf erwähnt
  • 1283 Fürstensee heißt Vurstenshe, vermutlich eine Burg der Markgrafen von Brandenburg
  • 1316 Fürstensee ist wahrscheinlich eine märkische Feste
  • 1349 Strelitz wird durch Otto und Ulrich von Dewitz, Grafen zu Fürstenberg, zur Stadt erhoben (zu Stadtrecht gelegt)
  • 1505 In Klein Trebbow wohnen 7 "Bauleute" (Bauern)
  • 1575 Ein Großfeuer vernichtet Strelitz, weitere folgen 1619 und 1633
  • 1621 Für die Stadt Strelitz wird ein neues Bürgerbuch angelegt
  • 1695 Aussterben der Güstrower Linie (Herzog Gustav Adolf), es folgen lange Erbstreitigkeiten, die im Jahre 1701 im Hamburger Vergleich beigelegt werden.
  • 1701 Herzog Friedrich Wilhelm erhält das Herzogtum Schwerin (einschließlich Güstrow, 85% von Mecklenburg), Herzog Adolf Friedrich II. - Begründer der Strelitzer Linie - erhält das ehemalige Land Stargard und die Exklave Fürstentum Ratzeburg als Herzogtum Mecklenburg-Strelitz (15% von Mecklenburg - ca 2 950 km²). Die Stadt Strelitz wird Residenzstadt, Ausbau der Burg zum Residenzschloß
  • 1704 In der Stadt Strelitz lassen sich Juden nieder
  • 1708 Tod Adolf Friedrich II.; dessen Sohn Adolf Friedrich III. wird Landesherr
  • 1710/11 Bau des "Neuen fürstlichen Hauses" bei der Meierei Glienecke am Zierker See als Jagdschlösschen
  • 1712 In der Nacht vom 24. zum 25. Oktober Schlossbrand in Strelitz; ein Wiederaufbau bzw. Neubau scheitert, die herzogliche Familie wohnt zeitweise auf verschiedenen Landsitzen
  • 1721 Anlage des Tiergartens als herzogliches Jagdrevier, waldartiger Park mit Damwildhaltung (ca 48 ha groß)
  • 1726 bis 1731 Aus- und Umbau des Jagdschlosses am Zierker See zu einem neuen barocken Residenzschloss und Anlage des Schlossgartens durch den zum Baumeister deklarierten Kunstgärtner Christoph Julius Löwe aus Braunschweig, dieser entwirft auch den Plan für eine neue Residenzstadt, einige Häuser entstehen bereits
  • 1733 20. Mai - Gründungsaufruf zum Aufbau von Neustrelitz als Residenzstadt; den Bauwilligen werden zahlreiche Vergünstigungen zugesichert
  • 1736 Verlegung der Behörden von Strelitz nach Neustrelitz
  • 1737 Der erste Friedhof wird in Neustrelitz in der Glambecker Straße belegt
  • 1740 Bau des "Weißen Herrenhauses" mit dem "Hobesaal" (Hobe - Hofmarschall unter Herzog Carl) - einzig erhaltener Rokokosaal in Neustrelitz
  • 1752 Tod Adolf Friedrich III., Gründer der Stadt Neustrelitz, dachte bis zu seinem Tod immer wieder an die Zusammenlegung der Städte Strelitz (-Alt) und Neustrelitz, ihm folgt sein Neffe Adolf Friedrich IV. auf den Thron (Romanfigur Fritz Reuters: "Dörchläuchting") In Neustrelitz wohnen 269 Familien
  • 1755 Landesgrundgesetzlicher Erbvergleich, ständische Verfassung beider Mecklenburger Staaten bis 1918; galt als rückständigste Verfassung aller deutschen Kleinstaaten; Schlossumbau, die Außenwände werden massiv ausgeführt und geputzt, der Bau erhält eine rötliche Farbgebung, die Pilaster waren gelblich, die Kapitale weiß Bau der Orangerie durch Martin Seydel im Zeitgeschmack 11. Juni - der Bürgerschaft wird die hinter dem Schloss gelegene Koppel (Schloßkoppel) zur Weide überlassen
  • 1757 Beginn des Bürgerbuches für Neustrelitz unter Einbeziehung der in den vergangenen 25 Jahren aufgenommenen Bürger
  • 1759 Erstes Stadtreglement für Neustrelitz, gültig bis 1912
  • 1755 - 59 Bau des Reithauses durch Martin Seydel
  • 1763 Bau der Synagoge der jüdischen Gemeinde in Strelitz (-Alt)
  • 1768 - 78 Bau der Stadtkirche nach Plänen des Herzoglichen Leibmedikus Dr. Verpoorten, 29. Juli 1768 Grundsteinlegung, Geldmangel verzögert die Fertigstellung, die Kirche wird als unverputzter Rohbau ohne Turm am 4. November 1778 eingeweiht.
  • 1769 13. Januar - der Friedhof an der Strelitzer Straße (später Alter Friedhof genannt) wird mit der Beerdigung des Präsidenten des Herzoglichen Geheimen Rats Collegii und Hofmarschalls von Zesterfleeth eingeweiht. Der regierende Herzog bewilligt zum Bau der Stadtkirche eine Lotterie
  • 1775 Ankauf eines Bürgerhauses am Markt zum Gerichts-, Stadt- und Rathaus, erhält einen spitzen Turm mit Uhr als Zeichen für ein öffentliches Gebäude
  • 1775 - 78 Umbau des Reithauses zum Theater
  • 1794 Tod Adolf Friedrich IV., Nachfolger auf dem Thron ist sein Bruder Herzog Carl. Die Straßen sind systematisch ausgebaut worden, so dass es kaum noch eine Lücke im sternförmigen Straßennetz gibt
  • 1795 Stiftung des Gymnasiums durch Herzog Carl Bebauungsbeginn der Tiergartenstraße


1801 bis 1900




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