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Neustrelitz ist Preisträger im Bundeswettbewerb „Bioenergie-Kommune 2016“


Neustrelitz wurde vom Bundessministerium für Ernährung und Landwirtschaft als vorbildliche Bioenergie-Kommune  ausgezeichnet. Die Residenzstadt in der Mecklenburgischen Seenplatte  ist eine von drei Preisträgerstädten, die im Rahmen des Bundeswettbewerbes „Bioenergie-Kommunen 2016“ prämiert wurden.  „Ihrer Stadt ist es gelungen, in besonderem Maße, effizient und innovativ Bioenergie in Nutzung zu bringen.“, sagte der Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung Christian Schmidt in einem Glückwunschschreiben an die Stadt. Die im Bundeswettbewerb prämierten Bioenergie-Kommunen verdeutlichen,  wie eine überwiegend erneuerbare und nachhaltige Wärme- und Stromversorgung auch in Städten möglich ist und setzen auf einen Mix aus regionaler Biomasse, weiteren erneuerbaren Energien, wie Solarthermie, und Effizienzmaßnahmen. 

„Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung.. Die Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien gehört für uns zur Daseinsvorsorge für unsere Einwohner.  Und sie ist ein wichtiger Standortfaktor.  Ich danke allen an diesem Prozess Beteiligten.“, erklärt Bürgermeister Andreas Grund.

In Neustrelitz sind die Stadtwerke als hundertprozentige Tochter der Kommune die treibende Kraft der Bioenergieversorgung. Die Stadtwerke Neustrelitz betreiben am Stadtrand ein Holzheizkraftwerk, das in das öffentliche Stromnetz und das städtische Fernwärmenetz einspeist (7.500 kWel  und 17.000 kWth). Außerdem sind die Stadtwerke Betreiber von zwei Solarparks. Hinzu kommen weitere öffentliche und private Photovoltaik-  und Biogas-Projekte, auch über das Stadtgebiet hinaus. 
Das Holzheizkraftwerk der Stadtwerke Neustrelitz GmbH deckt über 80 Prozent des Wärmebedarfs und über 70 Prozent des Strombedarfs in der 21.000-Einwohner-Stadt aus Biomasse. Dies sind landesweit Spitzenwerte. In den Sommermonaten erzeugt das Kraftwerk mit der Fernwärme das Warmwasser für die Haushalte und produziert aus Überschüssen Strom, sodass keine Wärmeverluste entstehen.  Der Energieholzbedarf von rund 75.000 Tonnen Hackschnitzeln pro Jahr kann in der waldreichen Umgebung überwiegend durch die Wald- und Landschaftspflege gedeckt werden.  Acht der insgesamt neun Hackschnitzel-Lieferanten liefern die Biomasse aus einem Umreis von maximal  80 Kilometern an. Das 2005 errichtete Kraftwerk mit rund 50 Arbeitsplätzen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Stadt. Nach einer Analyse des Institutes für Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft liegt die regionale Bruttowertschöpfung bei rund sechs Millionen Euro im Jahr. Die Bevölkerung profitiert über moderate und stabile Wärmepreise. Außerdem können viele Vereine, Bürgerprojekte und Veranstaltungen in der Stadt durch Sponsoring und Spenden unterstützt werden.

Der Bundeswettbewerb hob das herausragende Engagement für die Öffentlichkeitsarbeit in Neustrelitz hervor. Die Stadtwerke Neustrelitz sind Gesellschafter des Landeszentrums für Erneuerbare Energien (Leea) mit überregional bedeutsamen Ausstellungs-, Informations- und Bildungsangeboten. Das Leea wird erfolgreich als außerschulischer Lernort genutzt. Die Erlebniswelt des Leea wendet sich mit der Dauerausstellung "Ressourcenkammer Erde" und den Wechselausstellungen zum Thema erneuerbare Energien und Klimaschutz an die Einwohner und an die Touristen in der Urlaunsregion Mecklenburgische Seenplatte.
Künftig soll die Elektromobilität, die auf vor Ort produziertem grünen Strom basieren soll, weiter ausgebaut werden.

Der Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2016 wurde vom BMEL ausgelobt. Weitere Preisträger sind Willebadessen in Nordrhein-Westfalen und Ascha in Bayern. Das Preisgeld beträgt jeweils 10.000 Euro. Bürgermeister Andreas Grund gratuliert den beiden mit ausgezeichneten Kommunen.


Die Präsentation der Bioenergiekommune Neustrelitz finden Sie hier

www.bioenergie-kommunen.de
www.neustrelitz.de
www.stadtwerke-neustrelitz.de

www.leea-mv.de

 

 

 

 


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